Tibetische Klangschalen

 

Die ersten im Westen bekannt gewordenen Schalen stammten von tibetischen Flüchtlingen. Daher hatte sich der Begriff "Tibetische Klangschale" als eine Art Handelsbezeichnung eingebürgert.

Manche Händler haben die Bezeichnung beibehalten. Ob in Tibet Klangschalen hergestellt wurden, oder ob sie über Handelsbeziehungen nach Tibet einflossen, ist eine Frage für Kunsthistoriker.

Generell ist die Herkunft von Schalenfamilien schwierig nachzuprüfen. Indische Händler kaufen in Nepal, Nepali in Indien und Tibeter bei Beiden. Auf Märkten in Tibet jedenfalls werden neue Schalen an Touristen verkauft.

Nur direkt in den Herkunftsgebieten kann man sehen, welche Formen wo beheimatet sind.

Wir bezeichnen als "Tibetische Schalen" eine Gruppe alter Schalen, die in ihrer Form weit ausladend aber oben sehr dünnwandig sind. Dieser Typ wird von den Tibeten geliebt und ich habe ihn auch in Tibet gesehen und gespielt. Der Ton brodelt tief im Inneren und erinnert stark an Naturgewalten.

Dieser Schalentyp hat viele Liebhaber und ist schwer zu finden.

 

 

Orissa

 

Die Königin unter den Schalen. Keine andere Schalenfamilie verzaubert mit so perfekten Klangbildern wie antike Orissa-Schalen. Die hellen Obertöne sind von engelsgleicher Reinheit. Der tiefe Grundton klingt lange und mystisch nach. Sie wurden im Bundesstaat Orissa (Ostküste Indiens) gefertigt.

Die Schwingung strahlt gut nach unten ab und sie stehen gut und fest auf dem Körper. Für Klangmassage geeignet sind die größeren Exemplare.

Sie sind für Neueinsteiger ideal, da sie sich durch hohen Spielkomfort auszeichnen. Eine gute Schale lässt sich mit unterschiedlichen Klöppeln spielen und wird selbst nach Wochen noch für Überraschungen durch neue Töne sorgen.

Die Schalen lassen sich ideal einsetzen in Yogaklassen und zur Klangmeditation. Sehr gute Schale für klangtherapeutische Anwendung.

Alte Orissa-Schalen in gutem Zustand sind mittlerweile sehr rar und kostbar. Auch gute neuere Orissa-Schalen zu finden, ist heute Glückssache. Viele Neue Schalen stammen noch aus der Zeit vor der Jahrtausendwende.

Die meisten "Herzschalen" stammen aus dieser Familie.

 

  Bengali

 

Unter diesem Namen wird eine bestimmte Form verkauft. Große weit ausladende Schalen, deren tiefer Grundton vor allem beeindruckt. Ihr Wert steigt immens, wenn sich die Obertöne sauber einspielen lassen und lange mitschwingen, da das nur bei sehr wenigen Schalen der Fall ist.

Ursprünglich aus Bengalen stammend, ist diese Form später auch in Nepal hergestellt worden.

Ausgezeichnete Schale für Körperarbeit, vor allem im unteren Rücken und bei Menschen denen es an Erdung fehlt.

Alte Bengali-Schalen in gutem Zustand sind inzwischen sehr kostbar. Bei Neuen Schalen ist es von besonderer Bedeutung von wem und wo sie hergestellt wurden.

Echte “Bengalis“ lassen sich ganz einfach durch Reibung in Schwingung versetzen und haben einen besonders langen Nachklang.

Bei uns findet Ihr sowohl Alte wie Neuere Schalen diesen Typs.

Modern Masters
Klangschalen, die von einigen wenigen Meistern über viele Wochen bearbeitet wurden.

Stirnschalen
Besonders kleine handgetriebene Schalen, die sich für den Kopfbereich eignen.


Fußschalen
Übergroße Klangschalen, die schwingen, während eine Person darin sitzt oder steht.

  Flachschalen

 

Ihr Klang ist meist geprägt von den tiefen Tönen. Sie schwingen kräftig, strahlen gut nach unten ab, sind aber vergleichsweise leicht.

Flachschalen lassen sich in unterschiedliche Herkunftsgebiete unterteilen: es gab sie von Tibet bis Südindien. Als Ritualschalen sind sie sehr begehrt, wegen ihres intensiven dunklen Grundtons.

Die größeren Vertreter verwenden wir gern zur Körperarbeit mit alten oder sehr geschwächten Menschen mit geringem Körpergewicht. Berühmte Vertreter sind Assam-/Manipurschalen und die fast ausgestorbenen Hyderabad-Schalen.

  Puja oder Gebetsschalen

 

Diese dickwandigen schweren Schalen verzaubern durch ihre reinen klaren Töne. Sie wurden und werden als Gebetsschalen in Ashrams und Klöstern eingesetzt, zur Verehrung des "Höchsten". Daher ihr Name: Puja heißt die zeremonielle Verehrung des Göttlichen.

Diese Schalen sind recht schwer und sie entwickeln ein außerordentliches Klangvolumen.

Wunderbare Schalen für die Meditationspraxis und zur energetischen Reinigung von Räumen. Es existieren ausschliesslich Alte Schalen. Sammlerstücke.

Lingam-Schalen
Eine Besonderheit unter den Puja-Schalen ist die Lingam-Schale.
Im Schalenboden befindet sich ein nach oben gewölbter Shiva-Lingam.

Diese besondere Form gehört durch ihre  Seltenheit wohl zu den teuersten und wertvollsten aller Klangschalen .

  Seltene Schalentypen

 

Bhutan-Schalen
Diese sehr schönen alten Schalen sind eine Rarität. Charakterisiert werden sie durch den sphärenhaft hohen Klang ihrer Obertöne.

Ihre Stärken liegen in der klangtherapeutischen Anwendung. Wir setzen sie in der Praxis zur Lösung von Blockaden im Kopfbereich ein. Durch den Fuß sind sie gut zu greifen.

Gute Ergänzungsschale für "nur" tiefe Schalen. Eine ähnlich aussehende Form neuerer Zeit kommt aus Indien.

Bihari-Schalen
Eine kleine Familie mittelgroßer Schalen. Charakteristisch ist das geringe Gewicht, wodurch sie sich besonders zur Behandlung auf der Wirbelsäule eignen.

Arunachal-Pradesh
Eine weitere seltene Form, die aus dem nordöstlichsten Zipfel Indiens an der Grenze zu China kam. Diese Form ist besonders für Musiker und zur Meditation geeignet.

Orissa-Antik

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