Herkunft & Materialien

Eine christliche Legende behauptet, dass Pontius M. Paulinus im 4 Jh. von einer Glockenblume im Wald inspiriert, metallene Glocken nach diesem Vorbild hat gießen lassen.

 

Die Chinesen sehen den Ursprung auf ihrem Gebiet und datieren "ihre" Erfindung bis 2634 v.Chr. zurück.

 

Schellen gelten als Vorläufer der Glocken und ihre ersten Funde sind erstmalig im Orient belegt.

 

Über die Metallzusammensetzung der Glocken gibt es unterschiedliche Meinungen.

 

Theopilus, ein Mönch aus Westphalen, der im 11. Jh. ein eigenes Glockengießverfahren entwickelte, war der Ansicht: "Alle Metalle erzeugen, wenn sie mit Gold oder Silber gemischt werden, stärkere und schärfere Töne als gewöhnlich. Dies zeigt sich an den Zymbeln und Glocken."

 

Spuren dieser Edelmetalle sind in einigen Glocken nachgewiesen. Nach der östlichen Vorstellungswelt wird jedem Planeten ein spezifisches Metall zugeordnet.

So konnte man durch die Zugabe bestimmter Metalle in die Glockenbronze den Glocken einen bestimmten planetaren Aspekt hinzufügen und sie bzw. ihren Klang vollständig im kosmologischen Sinne herstellen.

 

Kupfer und Zinn bilden die Hauptbestandteile einer Glockenbronze. Im Verhältnis von ca. 80 % Kupfer zu 20% Zinn. Der Glockenklöppel bestand meist aus Eisen und sollte 4-8% des Glockenkörpers nicht übersteigen.

 

Neben Bronzeglocken gibt es Glocken aus Messing, Eisen, Keramik, Holz und vielen anderen Materialien.In unserer Glockensammlung befinden sich Glocken aus unterschiedlichen Zeiten und Kulturkreisen. Viele unserer Glocken haben ein beachtliches Alter, es lohnt sich etwas genauer hinzuschauen.

 

Schon der Anblick einer schönen Glocke verzaubert, wenn auch die Klänge von jedem unterschiedlich erlebt werden. Egal ob die Glocke für Haus und Garten oder für Meditation und Entspannung gedacht ist - richtig ist der Klang, der unser Herz erreicht.