Was sind Klangschalen?

Klangschalen bestanden früher oft aus einer Bronzelegierung aus meist sieben Metallen, die das alte Planetensystem repräsentieren. Ihre Faszination rührt von ihrem besonderen Klangbild her: über einem Grundton erklingen mehrere Obertöne. Das Phänomen der klingenden Schalen ist in historischen Schriften für weite Teile Asiens belegt.

Im "westlichen Kulturkreis" bekannt wurden Klangschalen, durch die nach der Besetzung ihrer Heimat nach Nepal geflüchteten Tibeter, die ihren Besitz verkaufen mussten.

Zu welchem Zweck sie einstmals hergestellt wurden, ist nicht wirklich zu klären. Ihr Gebrauch als Kultgegenstand geht auf das Wirken von Schamanen in vorbuddhistischer Zeit zurück. Später wurden sie als Mitgift in die Ehe miteingebracht.

Man nimmt an, dass eine bestimmte Kaste nomadisierender Schmiede Klangschalen auf speziellen Wunsch fertigte.
Dazu wurde zunächst eine Metallplatte gegossen und diese mit Hammer und Stempel zu einer Schale kalt getrieben. Der Stempelabdruck ist oft noch sichtbar.

Die Prozedur der Metallmischung lässt sich bis heute mit den Mitteln moderner Technik nicht vollständig rekonstruieren. Mit dem Verschwinden der letzten Wanderschmiede ist hier jahrtausendealtes Wissen verloren gegangen.

 

Eine Klangschale wird entweder angeschlagen oder durch Reibung mittels eines Klöppels in Schwingung versetzt. Die Schwingung ist der hörbare Ton.

Moderne Klangschalen sind sehr unterschiedlich zu bewerten. Mit dem zunehmendem Einsatz maschineller Fertigung und den steigenden Rohstoffpreisen, hat die Klangschalenherstellung eine andere Entwicklung genommen.

Heute finden sich kaum noch unbeschädigte alte Schalen, die gut klingen.

"Unsere" alten Klangschalen sammeln wir mit Hilfe einheimischer Freunde in den Ursprungsregionen. Da wir keine Großhändler sind, können wir die Schalen genau prüfen und uns auf die beschränken, die uns wirklich überzeugen.